Lifestyle vs Ökologie

Coffee to go - Einwegbecher vs

Das Wegwerfproblem beim Kaffee zum Mitnehmen beschäftigt die Politik, viele Unternehmen, Institutionen und vor allem Umweltaktivisten. Viele größere Städte entwickeln Konzepte zur Abfallvermeidung rund um den Kaffee zum Mitnehmen. Fast-Food-Ketten, wie beispielsweise McDonald’s, befüllen auf Wunsch mitgebrachte Mehrwegbecher. Warum hält sich trotz dieser Anreize die Nutzung von Mehrwegbechern bei den Verbrauchern immer noch in Grenzen?

Wie wichtig ist uns Genusskaffeetrinkern die Spontanität und Lifestyle des Coffee-to-go in der Konfrontation mit der Umweltproblematik und was ist dran an diesen neuen Mehrweg-Pfandbechern? Als ambitionierter „Coffeejunkie“ und Liebhaber des Coffee-to-go teste ich den Mehrweg-Pfandbecher von RECUP.

Ein Celler Reformhaus bietet seit Mitte 2018 seinen Kunden Coffee-to-go an und diesen von Beginn an in einem umweltfreundlichen RECUP-Pfandbecher des Unternehmens reCUP GmbH. RECUP ist die nachhaltige Alternative zu Einwegbechern und das erste flächendeckend einsetzbare Mehrwegbecher-Pfandsystem für Coffee-to-go. Alternativ gibt es für die Kunden des Reformhauses noch den gemütlichen Kaffee aus der Keramiktasse zum Trinken vor Ort. Den RECUP Becher gibt es für 1 Euro Pfand in unterschiedlichen Größen und Farben, es ist ein Mehrweg-Pfandbecher und dieser kann, laut Hersteller, nach dem Kaffeegenuss bei allen teilnehmenden Partnern zurückgegeben werden. Dort wird dann das Pfand erstattet, der RECUP gespült und direkt dem nächsten Kunden bereitgestellt. Einen Deckel gibt es ebenfalls für zusätzliche 1,30 Euro im Angebot, dieser wird allerdings derzeit aus hygienischen Gründen nicht zurückgenommen, ist aber von dem Verbraucher mehrfach verwendbar. Für mich gab es einen RECUP ohne Deckel und meinen Kaffee bekomme ich als Belohnung einige Cent günstiger.

Der Kaffee schmeckte mir, was aber sollte ich nach dem Genuss des Kaffees mit meinem neu erworbenen RECUP anstellen. Für die Jackentasche zu groß trug ich also den Becher erst einmal mit mir herum. Für mich als Genusstrinker keine wirklich gute Ersatzwahl – aber als bekennender „savetheplanet“-Aktivist ist ein Einwegbecher nach gründlicher Recherche und Berechnung meines persönlichen ökologischen Fußabdrucks irgendwie auch keine Alternative mehr. Also wohin mit meinem Mehrweg-Pfandbecher. Es besteht für mich die Möglichkeit beim nächsten Besuch in Celle oder auch einer anderen Stadt, den Becher an einen der RECUP-Partner zurückzugeben. Dafür gibt es von RECUP sogar eine APP, auf der die Standorte der verschiedenen Partner abgefragt werden können. In Celle ist dies noch eher beschaulich und ja, nun bin ich gefangen zwischen meiner Spontanität und meinem Gewissen. Eine andere Möglichkeit wäre, den Kaffee direkt auszutrinken und den Becher postwendend wieder an das Geschäft zurückzugeben. Letzteres spräche dann aber doch eher für den gemütlichen Genuss in der guten alten Keramiktasse.

Solang zwischen den Abgabestationen „x-km“ Strecke liegen, ist es für den Verbraucher doch aufwendig. Die Nutzung von Mehrwegbechern sollte genauso verbraucherfreundlich sein, wie bei ihren Einwegpendants. Dazu braucht es ein flächendeckendes Mehrwegbechersystem, damit der Pfandbecher nach dem Genuss direkt wieder in das Pfandsystem zurückgeben werden kann und daran arbeiten Unternehmen, wie reCUP, cupcycle oder cupforcup. Sind die umfassenden Rücknahmesysteme erst einmal eingeführt – ist der Mehrwegpfandbecher eine gute Sache und für mich zukünftig die 1. Wahl.

Auch Konzerne, wie Aral, McDonald’s und Tchibo machen ebenfalls mit beim Becher-Bonus. Ein Preisnachlass von mindestens 10 Cent soll Kundinnen und Kunden dazu motivieren einen eigenen Mehrwegbecher mitzubringen. Auch meine Umfragen ergaben: Es braucht Anreize und ein verlässliche Automaten- und Rücknahmesysteme, welche die Nutzung der Kunststoffbecher für den Verbraucher einfacher machen, sonst bleibt der Einweg-Pappbecher in der Auswahl. Bleibt zum Schluss die Frage: „Was, wenn Schluss wäre, mit dem Coffee-to-go?“ Besser Pause statt Plastik oder Pappe – ist der Kaffeebecher für uns wirklich DAS unabkömmliche Accessoire?

Mein Fazit: Nicht nur die Umwelt leidet unter unserem To-go-Lifestyle, auch wir selbst, denn vielen Menschen bleibt für Genuss und Entspannung meist keine einzige Minute am Tage übrig. Ich genieße zukünftig meinen Kaffee in einer echten Kaffeepause und gewinne vielleicht dadurch einigen Minuten wertvolle Lebenszeit.

weitere Informationen via mousover

Der „saubere“ Pfandbecher für Coffee-to-go. RECUP ist das deutschlandweite Pfandsystem für Coffee-to-go Mehrwegbecher. Preisvorteil: RECUP-Partnern geben einen Preisnachlass. Nachhaltig: Hilf mit, den Berg an Einwegbechermüll nach und nach verschwinden zu lassen. Kaffeegenuss: Optimiertes Becherdesign, Stabilität und Langlebigkeit, Lebensmittelechtheit und Geschmacksneutralität tun Dir und Deinem Kaffee gut.

Auch wenn die Einwegbecher mit rund 40.000 Tonnen Müll pro Jahr nicht einmal 1 Prozent des jährlichen Plastikmüll-Aufkommens ausmachen - am Kaffeebecher entscheidet sich für jeden persönlich, wie man es mit dem Thema Müllvermeidung hält.

PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien) in Pappvechern. PFC sind kaum abbaubar und verbleiben daher für einen sehr langen Zeitraum in der Umwelt. Einige PFC reichern sich in der Umwelt und in Organismen an und wirken zudem gesundheitsschädlich auf den Menschen.

Becher-Bonus: Aral, McDonald's und Tchibo machen mit. Ein Preisnachlass von mindestens 10 Cent soll Kundinnen und Kunden dazu motivieren, einen eigenen Mehrwegbecher mitzubringen.

Der „saubere“ Pfandbecher für Coffee-to-go. RECUP ist das deutschlandweite Pfandsystem für Coffee-to-go Mehrwegbecher. Preisvorteil: RECUP-Partnern geben einen Preisnachlass. Nachhaltig: Hilf mit, den Berg an Einwegbechermüll nach und nach verschwinden zu lassen. Kaffeegenuss: Optimiertes Becherdesign, Stabilität und Langlebigkeit, Lebensmittelechtheit und Geschmacksneutralität tun Dir und Deinem Kaffee gut.

Es ist ein täglicher Wahnsinn. Die durchschnittliche Lebensdauer der gefüllten Trinkgefäße beträgt gerade einmal 15 Minuten. Ist der Becher ausgetrunken, ist er nichts weiter als Müll. Müll, der die Umwelt verschandelt und belastet, weil er größtenteils nicht recycelt werden kann. Nachhaltig: Hilf mit, den Berg an Einwegbechermüll nach und nach verschwinden zu lassen. Kaffeegenuss: Optimiertes Becherdesign, Stabilität und Langlebigkeit, Lebensmittelechtheit und Geschmacksneutralität tun Dir und Deinem Kaffee gut.

In Deutschland werden stündlich 320.000 Einwegbecher verbraucht. Im Jahr entspricht dies fast drei Milliarden Bechern.

Lifestyle versus Ökologie ! To-Go-Becher sind eine Umweltkatastrophe sind, dies ist allen Konsumenten klar - sie ignorieren es nur. Was genau ist für uns so schwer, was hindert uns nachhaltig zu denken und Ressourcen zu schonen und vor allem auch Müll zu vermeiden?

Warum Kunststoff: für einen Mehrweg-Pfandbecher ist momentan das Material PP (Polypropylen) die nachhaltigste Alternative. Langlebigkeit, gute Umweltbilanz durch geringen Energieverbrauch und gute Recyclingfähigkeit. Komfort da Recups leicht, bruchsicher, optimal stapelbar und geschmacksneutral sind.

Jährlicher Ressourcenverbrauch für Einwegbecher: 11000t CO2, 43000Bäume, 40000t Abfall, 1,5Mrd Liter Wasser,320 Mio. kWh Strom, 3000t Rohöl.

Verschiedene Städte führen Pfandsysteme ein, um weniger Müll produzieren und für eine nachhaltige Verwendung des «Minutenartikels Kaffeebecher» einzutreten. Allein in den zwei größten Cafeterien des Studierendenwerks in Greifswald würden jährlich rund 48 000 Einweg-Becher ausgegeben. Die Stadt rechnet durch die Einführung der Pfandbecher mit Einsparungen von 4000 Euro pro Jahr bei den Müllkosten.

Schon bei der Produktion der Becher wird Raubbau betrieben. Pro Becher gut ein halber Liter Wasser, es werden 110 Gramm Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Das klingt nicht nach viel, summiert sich im Jahr aber bei einem durchschnittlichen Unterwegs-Kaffeetrinker auf stattliche 40 Kilogramm. Nutzung von knappen Rohstoffen wie Erdöl und Holz.

110.000 Tonnen Abfall fielen in Deutschland für To-go-Getränkeverpackungen inklusive Zubehör - Deckel, Strohhalm, Rührstab - an. Damit hat der Becher die Plastiktüte als Abfallverursacher im Alltag überholt. Während der Verbrauch von Plastiktüten durch die kostenpflichtige Abgabe in den letzten 5 Jahren um 60 Prozent gesunken ist, steigt der Verbrauch von Wegwerfbechern nach wie vor an.

Viele Becher werden als "wilder Müll" weggeworfen. Ebenso wie Plastiktüten, die in der Umwelt landen, besteht auch bei Einweg-Bechern die Gefahr, dass der Kunststoff des Bechers durch Abrieb zu Mikroplastik wird, das ins Wasser oder den Boden gelangt - mit nicht absehbaren Folgen für Mensch und Umwelt.

Weil unsere Gesellschaft immer mobiler wird, ist der Trend zum Unterwegs-Essen und -Trinken ungebrochen. Die Zahl der Berufspendler wächst, und auch die Wege in der Freizeit werden länger - To-Go-Kaffee ist entsprechend immer beliebter. Coffee-to-go ist der Versuch, aus 24 Stunden mehr zu machen. Viele haben keine Zeit einen Espresso oder Cappuccino mit Ruhe im Cafe zu genießen. Lieber weiter durch das Leben hetzen!

Mittlerweile eine Volkskrankheit alles „to go“zu nutzen? Ist Kaffeetrinken noch ein Genuss. Oder nur noch ein Heißgetränk auf die Schnelle?

Ökologischer Fußabdruck

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aufgebrauche Ressourcen Stand: 03.05.2019

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